Storage-Architektur: ZFS, Btrfs & RAID
Warum Daten auf Einzelplatten dem Untergang geweiht sind.
Speicherplatz ist billig. Datenverlust ist unbezahlbar. Meine Server operieren nicht als simple USB-Sticks, sondern nutzen Enterprise-Grade File-Systems.
Der Feind: Bitrot
Auf magnetischen Festplatten kippen über die Jahre zufällig Bits (von 0 auf 1 oder umgekehrt) durch kosmische Strahlung oder magnetische Degeneration. Bei einem JPEG bedeutet das einen Pixelfehler. Bei einer verschlüsselten Datenbank bedeutet es den totalen Verlust.
Die Rettung: CoW und Checksums
Systeme wie ZFS oder Btrfs (auf meiner Synology) generieren beim Schreiben jeder Datei eine Checksumme (Prüfsumme). Liest das NAS die Datei später aus, prüft es die Summe. Stimmt sie nicht, merkt das System den Bitrot und holt sich den korrekten Block transparent aus der RAID-Parität (Mirroring/RAID5). Das passiert live, ohne dass der User etwas merkt.
Die Wahrheit über RAID
Ein RAID (Redundant Array of Independent Disks) ist KEIN BACKUP. Es ist eine Verfügbarkeits-Garantie. Wenn eine meiner WD Red Platten im NAS stirbt, läuft mein System weiter, ohne abzubrechen. Aber wenn ich aus Versehen einen Ordner lösche oder ein Ransomware-Trojaner das Netzlaufwerk verschlüsselt, wird diese Änderung in Echtzeit auf das gesamte RAID synchronisiert.
Genau deshalb wird mein Haupt-System asynchron und verschlüsselt gesichert, um der 3-2-1 Regel gerecht zu werden.